Die Wortbildung des Deutschen

2006/2007. 1. Semester (Herbstsemester)

Universität Debrecen, Institut für Germanistik

Dozent: Gergely Pethõ (pethog@inf.unideb.hu)

Zeit: Donnerstags 18.00

Ort: Raum 135 (Hauptgebäude, 1. Stock)

 

Allgemeine Informationen:

Dieses Seminar versteht sich als eine Vertiefung des Lexikologiekurses im 4. Semester des Grundstudiums und stellt eine etwas umfangreichere Einführung in die Morphologie, insbesondere die Wortbildungsmorphologie dar. Behandelt werden dementsprechend

1. allgemeine Grundfragen der Morphologie (Gegenstand und Ziel der Morphologie, morphembasierte und nicht morphembasierte Beschreibungsansätze, Beziehung zwischen Morphologie und Syntax),

2. Derivationsmorphologie (Begriff der Derivation, Abgrenzung gegenüber Flexion und Zusammensetzung, Derivation im Deutschen),

3. Morphologie der Zusammensetzung (Begriff der Zusammensetzung/Komposition, Abgrenzung gegenüber Syntax, Zusammensetzung im Deutschen),

4. sonstige Wortbildungsphänomene (Zusammenrückung, Kontamination, Kurzwortbildung, Rückbildung etc.).


Die Lehrbücher, die im Laufe des Semester verwendet werden, sind die folgenden:

Donalies, Elke. 2002. Die Wortbildung des Deutschen: ein Überblick. Tübingen: Narr.

Olsen, Susan. 1986. Wortbildung im Deutschen: eine Einführung in die Theorie der Wortstruktur. Stuttgart: Kröner.

 Empfehlenswert ist auch die Lektüre von Beiträgen aus dem folgenden Handbuch zu bestimmten Themen:

Booij, Geert u.a. (Hrsg.). 2000. Morphologie, 1. Teilband. Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft (HSK), 17.1. Berlin [u.a.]: de Gruyter.


Bei der Bearbeitung dieses Stoffes werden wir das Korpussystem COSMAS 2 des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim verwenden.

Dieses System ist nur im Internet verfügbar und kann auf zweierlei Weise benutzt werden:

  1. Durch das COSMAS-Clientprogramm (empfohlen). Dazu müssen Sie das Programm herunterladen und unter Windows installieren. Für die Installation muss ein Benutzer des jeweiligen Computers über Administratorrechte verfügen, was an öffentlich zugänglichen Maschinen (etwa im Rechenzentrum) in der Regel nicht der Fall ist.

  2. Oder über die COSMAS-Weboberfläche. Clicken Sie dazu zuerst oben auf "Anmeldung". COSMAS kann nur verwendet werden, wenn man sich hier (kostenlos) registriert hat.

Lehrmaterialien zu COSMAS gibt es meines Wissens keine, somit ist es sinnvoll, die Dokumentation der Suchanfragesprache zu studieren und durch Ausprobieren zu lernen.

Als Alternative können eventuell auch meine Materialien mit dem Titel „Linguistische Korpora und das COSMAS-Korpussystem. Eine praktische Einführung.” gebraucht werden. Diese Datei ist etwa 1 MB groß (wegen der Illustrationen).

Empfehlenswert ist für bestimmte Zwecke auch die Benutzung der Kookkurenzanalyse bzw. der Kookkurenzdatenbank


Handouts, Hausaufgaben, Referate, Lektüren

Hausaufgaben für den 28. 09. 2006. Schicken Sie die Lösungen an die von mir in der Einführungssitzung genannte Email-Adresse. Falls Sie nicht in der Einführungssitzung waren, aber am Seminar teilnehmen möchten, schreiben Sie rechtzeitig eine Email an meine übliche Emailadresse (oben angegeben), und ich teile Ihnen die andere mit. Schicken Sie Ihre Lösungen selbst jedoch bitte NICHT an diese letztere Adresse.

Hausaufgaben für den 05. 10. 2006. Siehe oben.

Berücksichtigen Sie beim Lösen der Aufgaben die Richtlinien für das Dokumentieren von COSMAS-Recherchen.

 

Lektüren für den 26. 10.:

Wurzel, W. U. 1994. Skizze der natürlichen Morphologie. Papiere zur Linguistik 50: 23-49.

Matthews, P. 1991. Morphology. Second Edition. Cambridge: CUP.

Chapter 6: Morphemes and allomorphs

Chapter 7: Morphological processes

Chapter 9: Properties and their exponents

Chapter 10: Paradigms


Weitere Materialien

grammis: das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids), Systematische Grammatik > Syntagmatische Beziehungen > Die Wortbildung

Diese Internetressource ist in wesentlichen Teilen mit einem der Lehrbücher identisch, die während des Semesters zur Verwendung kommen werden. Es handelt sich um das Buch "Die Wortbildung des Deutschen" von Elke Donalies (Tübingen, 2002).