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Pinker: Der Sprachinstinkt

Eine unregelmäßige Einführung in die theoretische Linguistik

 

Ort: Universität Debrecen, Institut für Germanistik

Dozent: Gergely Pethõ

 

Allgemeine Informationen

Der Sprachinstinkt von Steven Pinker wurde ursprünglich in 1994 herausgegeben und wurde zu einem der am meisten beachteten linguistischen Bücher der 90er Jahre und zum einzigen richtigen Bestseller zu diesem Thema. Es ist kein linguistisches Fachbuch, sondern war als ein Buch für die breite Masse gedacht, also Laien, die sich für Fragestellungen im Zusammenhang mit Sprache interessieren. Trotz dieser Zielgruppe ist Pinkers Buch jedoch ungewöhnlich aktuell und greift selbst auf die (damals) aktuellste Fachliteratur zurück. Neben dem Ziel, weit verbreitete und auch von den Medien ständig wiederholte Vorurteile, Irrtümer und Mißverständnisse im Zusammenhang mit Sprache zu beseitigen, bietet das Buch einen authentischen Einblick in die Denkweise der modernen theoretischen Linguistik. In diesem Seminar lesen wir das etwa 500 Seiten umfassende Buch und bearbeiten es ausführlich, Kapitel für Kapitel, und konzentrieren uns auf die besagte Darstellung der Grundlagen der theoretischen Linguistik.

Zeit und Ort der Termine: Mittwoch, 18-20 Uhr wöchentlich, Seminarbibliothek und Raum 418.

Wegen der Abwesenheit des Seminarleiters am Anfang des Semesters findet die erste Sitzung am 27. Februar statt. Die ausgefallenen Termine werden am 06.03., 20.03., 03.04. sowie 10.04. nachgeholt (jeweils Mittwoch, 16-18 Uhr).

Vorbesprechung: 6. Februar, 18:00, Raum 418. Hier findet auch die Vergabe der Referatsthemen statt.

Benotung: Zwingende Voraussetzung für die Erfüllung dieser Lehreinheit sind die Folgenden:

1. Ein Referat zu mindestens einem Kapitel des Buches von S. Pinker (abhängig von der Teilnehmerzahl), jeweils ca. 40 Seiten, das entweder vom Studenten gewählt oder vom Seminarleiter zugewiesen wird. Das Referat muss ca. 45 Minuten dauern.

2. Es ist ferner für den Zeitpunkt des Referats zu jedem zu bearbeitenden Kapiteln jeweils ein anspruchsvolles Handout (von 4 bis 8 gedruckten Seiten) zu erstellen, das alle wichtigen Informationen aus dem Kapitel zusammenfassen soll.

3. Die Referierenden müssen in der Lage sein, während der anschließenden Diskussion des Kapitels Fragen des Seminarleiters und der anderen Teilnehmer beantworten zu können.

4. Die Teilnehmer müssen am Ende des Semesters eine Klausurarbeit mit Fragen zu verschiedenen behandelten Themen schreiben. (Das entfällt eventuell bei Studenten, die mehr als ein Kapitel bearbeitet haben.)

Die Benotung erfolgt anhand dieser vier Leistungen, mit besonderer Beachtung der Punkte 1. und 2.


 

Programm des Semesters:

27. Febr.: Einleitung

6. März 16 Uhr: 2. Kapitel: Plappermäuler (Thema: Spracherwerb, Aphasie, gegenseitige Unabhängigkeit von Sprachfähigkeit und Intelligenz).

·REFERAT: Pelles Annamária

6. März 18 Uhr: Ergänzung zu Kapitel 2: Fanselow/Felix (1990), 2. Kapitel (Autonomie der Syntax), S. 65-100.

·REFERAT: Csatári Nóra

13. März: 3. Kapitel, Mentalesisch (Verhältnis der Sprache zum Denken, sprachlicher Relativismus)

zu demselben Zeitpunkt: 4. Kapitel: Wie funktioniert Sprache? (generative Syntax)

·REFERAT 1 (Mentalesisch): Telkes Dóra

·REFERAT 2 (Wie funktioniert Sprache?): Rákosi Katalin

20. März 16 Uhr: 5. Kapitel: Worte, Worte, Worte (Morphologie, Lexikon)

20. März 18 Uhr: 6. Kapitel: The Sounds of Silence – Stille Laute (Phonologie)

·REFERAT: Vécsei Tímea und Vámosi Edina

3. April 16 Uhr: 7. Kapitel: Kluge Köpfe (computergestützte Sprachverarbeitung)

3. April 18 Uhr: 8. Kapitel: Der Turmbau zu Babel (Sprachtypologie, Sprachgenetik)

10. April 16 Uhr: 9. Kapitel: Neugeborenes erzählt: So sieht’s im Himmel aus (Spracherwerb); dazu als Ergänzung: Fanselow/Felix (1990), 3. Kapitel (Das logische Problem des Spracherwerbs), S. 101-141.

·REFERAT: Szinak Katalin

10. April 18 Uhr: 10. Kapitel: Sprachorgane und Grammatikgene (Neurolinguistik)

zu demselben Zeitpunkt: 12. Kapitel: Die Sprachhüter (Sprachpflege)

·REFERAT 1 (Neurolinguistik): Gemzsi Mariann

·REFERAT 2 (Die Sprachhüter): Kelemen Éva

17. April: 11. Kapitel: Der Urknall (Evolution der Sprache)

·REFERAT: Bán Mária

24. April: Klausurarbeit und 13. Kapitel: Der Bauplan des Geistes (die Modularität des Geistes)

·REFERAT: Truckó Laura

8. Mai: Benotung

 

Literatur:

Fanselow, G./S. W. Felix. 1990. Sprachtheorie 1. Grundlagen und Zielsetzungen. 2. Auflage. Tübingen/Basel: Francke.

Steven Pinker, 1998. Der Sprachinstinkt. Knaur: München.


 

Handouts:

 


Letzte Änderung: 05.02.2003